Chili's vs Texas Roadhouse: Welches Franchise ist besser?
Chili’s und Texas Roadhouse sind etablierte amerikanische Restaurantmarken im Casual-Dining-Segment. Doch bei beiden ist der Einstieg als Franchisenehmer kein einfacher Kauf. Welche Marke besser passt, hängt von verfügbaren Gebietsrechten, operativer Erfahrung und der Fähigkeit ab, ein umfangreiches Expansionsprogramm mit eigener operativer Verantwortung umzusetzen.
Online Franchise Chronicle editorial · Updated October 2026
## Chili’s vs Texas Roadhouse Franchise: das Kurzfazit
Chili’s ist die naheliegendere erste Anlaufstelle für eine erfahrene internationale Restaurantgruppe, die ein amerikanisches Grill-und-Bar-Konzept mit breitem Angebot sucht. Texas Roadhouse passt eher zu Betreibern, die ein klar auf Steaks ausgerichtetes Restaurantkonzept verfolgen – vorausgesetzt, eine geeignete internationale Expansionsmöglichkeit steht offen.
Keine der beiden Marken ist ein typisches Einsteiger-Franchise. Beide betreiben einen erheblichen Teil ihrer Restaurants selbst. Dass es Franchisestandorte gibt, bedeutet nicht, dass neue Bewerber ein einzelnes Restaurant an ihrem Wunschort übernehmen oder eröffnen können. Vor jedem Vergleich von Kosten oder möglichen Renditen steht deshalb die Frage nach der Verfügbarkeit.
Für potenzielle Betreiber im Vereinigten Königreich ist entscheidend, ob die Marke dort überhaupt Rechte vergibt. Ein internationales Franchisenetz ist kein Beleg dafür, dass britische Gebiete verfügbar sind.
## Geschichte und Größe: etablierte Marken mit unterschiedlichem Profil
Larry Lavine gründete Chili’s 1975 in Dallas, Texas. Die Marke gehört heute zu Brinker International und entwickelte sich von einem auf Burger ausgerichteten Restaurant zu einem Grill-und-Bar-Konzept im Casual-Dining-Segment, das für Burger, Rippchen, Fajitas und Margaritas steht. Ihre Anziehungskraft beruht auf einer breiten Speisekarte statt auf einer einzelnen Fleischsorte.
Kent Taylor gründete Texas Roadhouse 1993 in Clarksville, Indiana. Trotz ihres Namens stammt die Marke also nicht aus Texas. Im Mittelpunkt stehen von Hand zugeschnittene Steaks, Rippchen, selbst zubereitete Beilagen und frisch gebackenes Brot, serviert in einer ungezwungenen, lebhaften Atmosphäre.
Zur Größenordnung: Laut Unternehmensberichten für das Geschäftsjahr 2024 hatte Chili’s weltweit etwa 1,500 Restaurants, das Netz der Hauptmarke Texas Roadhouse rund 700. Diese gerundeten Angaben umfassen sowohl unternehmenseigene als auch franchisierte Standorte. Die Muttergesellschaft von Texas Roadhouse betreibt außerdem Bubba’s 33 und Jaggers. Diese Konzepte sind von der Franchiseoption der Hauptmarke zu unterscheiden.
## Franchisemodelle und verfügbare Gebiete
Chili’s verbindet ein überwiegend unternehmenseigenes US-Restaurantnetz mit Franchising im In- und Ausland. Das internationale Expansionsmodell ist besonders für etablierte Betreiber relevant, die ein Standortnetz aufbauen können – weniger für Interessenten, die sich mit einem einzelnen Restaurant einen eigenen Arbeitsplatz schaffen möchten.
Auch Texas Roadhouse kombiniert eigene Restaurants mit einem kleineren Franchisenetz. Das Wachstum in den USA wurde vor allem vom Unternehmen selbst getragen, während die internationale Expansion über Franchisepartner erfolgt. Die Marke sollte daher nicht als allgemein zugängliches Einzelstandort-Franchise für den US-Markt dargestellt werden.
Bei beiden Marken kann eine Vereinbarung Gebietsentwicklungsrechte und einen verbindlichen Eröffnungsplan umfassen, nicht lediglich die Erlaubnis zum Betrieb eines einzelnen Standorts. Bestehende Gebietsvereinbarungen können die Verfügbarkeit einschränken. Für einen aussagekräftigen Vergleich muss der Franchisegeber zunächst das Gebiet, die Anforderungen an Bewerber und die Vertragsstruktur bestätigen.
## Investition: Warum die Franchisegebühr allein wenig aussagt
Für keine der beiden Marken ist eine aktuelle, direkt vergleichbare Spanne der Gesamtinvestition für ein neues internationales Franchise allgemein öffentlich verfügbar. Gebietsspezifische Investitionsanforderungen und ausgehandelte Expansionsbedingungen werden in der Regel nicht als weltweit einheitliches Paket veröffentlicht. Ältere Schätzungen aus Franchiseverzeichnissen sind daher nicht als aktuelle Angebote zu verstehen.
Beide Konzepte benötigen eine umfangreiche Infrastruktur für Restaurants mit Bedienung: Räumlichkeiten, Küchenausstattung, Gasträume, Personalgewinnung, Schulungen, Erstausstattung mit Waren und Betriebskapital. Der Zustand der Immobilie, bauliche Anforderungen, das örtliche Lohnniveau und die Lieferkette können die Gesamtsumme erheblich beeinflussen.
Ein sinnvoller Vergleich trennt die anfängliche Franchise- oder Gebietsentwicklungsgebühr von den Kosten für den Restaurantbau, den Ausgaben vor der Eröffnung und den laufenden Zahlungen. Ebenso wichtig ist die Unterscheidung zwischen den Kosten eines einzelnen Restaurants und den Mitteln, die zur Erfüllung einer Verpflichtung zur Entwicklung mehrerer Standorte nötig sind.
Vom Unternehmen veröffentlichte Baukosten können als Orientierung dienen, sind aber keine Investitionsangebote für Franchisenehmer. Ebenso lassen die Margen unternehmenseigener Restaurants nicht erkennen, was einem Franchisenehmer nach Lizenzgebühren, lokalen Gemeinkosten, Finanzierung und Steuern verbleibt.
## Anforderungen im Betrieb: Grillrestaurant mit breiter Karte oder Steakhouse
Chili’s bietet ein vielseitiges Grill-und-Bar-Konzept für Familien, Gruppen und Gäste mit unterschiedlichen Essenswünschen. Diese Breite kann helfen, verschiedene Vorlieben abzudecken. Sie verlangt jedoch eine gleichbleibend zuverlässige Zubereitung an mehreren Küchenstationen und eine wirksame Abstimmung zwischen Gastraum, Bar und Außer-Haus-Geschäft.
Texas Roadhouse hat ein klareres Steakhouse-Profil. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an den Rindfleischeinkauf, die Fleischvorbereitung, das präzise Erreichen der Garstufen und die Küchenleistung bei hohem Gästeaufkommen. Auch der Servicestil und die frisch zubereiteten Speisen setzen eine leistungsfähige Personalgewinnung, Schulung und Restaurantleitung voraus.
Keines der Konzepte ist eine passive Kapitalanlage. Beide erfordern Lebensmittelsicherheitskontrollen, Warenwirtschaft, Personaleinsatzplanung und eine verlässlich hohe Servicequalität. Außerhalb der USA sollten insbesondere die Verfügbarkeit von Rindfleisch, Importbedingungen, das Ausgabeverhalten der Gäste und die Umsetzbarkeit des Barangebots geprüft werden.
## Schulung und Unterstützung: Entscheidend ist das konkrete Leistungspaket
Beide Marken verfügen über etablierte Betriebssysteme und bieten ihren Franchisepartnern Schulungen sowie operative Unterstützung. Markenstandards, die korrekte Umsetzung der Speisekarte und Qualitätskontrollen sind zentrale Voraussetzungen für ein einheitliches Angebot im gesamten Netz.
Entscheidend für den Vergleich ist, welche Leistungen die vorgeschlagene Vereinbarung tatsächlich umfasst. Relevant sind Standortbewertung, Restaurantgestaltung, Managementschulungen, Eröffnungsunterstützung, Einkaufsvereinbarungen, Technologie, Marketing und regelmäßige betriebliche Überprüfungen. Dauer, Ort und Kosten der Unterstützung sollten ausdrücklich geklärt und nicht aus der Größe der Marke abgeleitet werden.
Internationale Betreiber benötigen außerdem Klarheit über zugelassene Lieferanten und erlaubte lokale Anpassungen. Eine in den USA erfolgreiche Speisekarte lässt sich nicht automatisch problemlos auf andere Märkte übertragen. Vorgaben für Zutaten, die Verfügbarkeit von Geräten und Reisen zu Schulungen können sowohl den Eröffnungsplan als auch den laufenden Betrieb beeinflussen.
## Zielgruppe: Welche Franchisenehmer passen zu welcher Marke?
Chili’s kommt für eine Gastronomiegruppe mit mehreren Standorten infrage, die Erfahrung mit Bedienrestaurants, Zugang zu lokalen Immobilien und die nötige Infrastruktur für eine breite Speisekarte mitbringt. Die internationale Franchisehistorie macht die Marke für Unternehmen interessant, die ein Portfolio verschiedener Restaurantmarken aufbauen.
Texas Roadhouse kommt für etablierte Betreiber infrage, die mit der Wirtschaftlichkeit von Steakhouses, der Beschaffung von Rindfleisch und Tischservice bei hohem Gästeaufkommen vertraut sind. Das Unternehmen braucht ausreichend qualifizierte Führungskräfte, um die Standards der Marke bei Speisenzubereitung und Gästebetreuung umzusetzen.
Dies sind redaktionelle Einschätzungen zur betrieblichen Eignung, keine veröffentlichten Aufnahmekriterien. Keine der beiden Marken sollte allein deshalb als geeignet für Erstgründer gelten, weil die Finanzierung gesichert ist. Kapital ersetzt weder ein kompetentes Betriebsteam noch den Zugang zu einem freigegebenen Gebiet.
## Welches Franchise ist insgesamt besser?
Chili’s passt konzeptionell besser zu Betreibern, die eine breite Speisekarte und ein international etabliertes Grill-und-Bar-Format suchen. Texas Roadhouse bietet ein stärker fokussiertes Steakhouse-Konzept für Betreiber, deren Fähigkeiten zu den Anforderungen an Beschaffung und operative Umsetzung passen.
Es gibt keine belastbare Grundlage dafür, eine der Marken pauschal als günstiger, profitabler oder einfacher zu führen einzustufen. Eine faire Bewertung erfordert aktuelle Informationen zu verfügbaren Gebieten, vorgeschlagenen Vertragskonditionen, lokalen Entwicklungskosten und relevanten Leistungsdaten der Restaurants.
In der Praxis ist diejenige Marke die bessere Wahl, die verfügbar ist und zu den Fähigkeiten des Betreibers sowie zum Markt passt. Bietet keine der beiden geeignete Rechte an, ist auch keine eine realistische Geschäftsoption – unabhängig von ihrer Beliebtheit bei Gästen.
Brand profiles in this guide
- 1Chili'sChili’s is an American casual-dining chain built around burgers, ribs, fajitas and a bar-led dining experience. Owned by Brinker International, it combines a predominantly company-operated US business with franchised restaurants, particularly in overseas markets.
- 2Texas RoadhouseTexas Roadhouse combines a US steakhouse format with a predominantly company-operated estate and a smaller franchise network. Its international partnerships offer a different route into the brand from the domestic market, where conventional franchise opportunities are limited.
- 3Outback SteakhouseOutback Steakhouse is an American casual-dining chain built around steaks, an Australian-themed identity and full-service hospitality. Its predominantly company-operated US business sits alongside international franchise operations, making ownership opportunities dependent on the market rather than a single global franchise offer.
- 4Applebee'sApplebee’s is a US-led casual dining chain built around neighbourhood restaurants, familiar American food and a substantial franchise network. Owned by Dine Brands Global, it combines national marketing and purchasing scale with local operators responsible for restaurant performance.
- 5TGI FridaysTGI Fridays helped establish American casual dining as an international restaurant format. Its franchise network combines a recognisable bar-and-grill identity with local operators, while recent restructuring highlights the importance of distinguishing the brand’s global business from individual operating companies.
- 6LongHorn SteakhouseLongHorn Steakhouse is a US casual-dining chain owned by Darden Restaurants, built around grilled steaks and full-service hospitality. Its predominantly company-operated structure distinguishes it from franchise-led rivals and limits the opportunities available to independent operators seeking to join the brand.
- 7The Keg Steakhouse + BarThe Keg Steakhouse + Bar is a Canadian casual-dining chain built around steaks, a substantial bar offering and full table service. Its mix of company-operated and franchised restaurants makes operating standards, property selection and local demand central to the business.
- 8Tony Roma'sTony Roma’s is an American casual-dining restaurant brand known for ribs and an international franchise network. Its proposition centres on full-service dining, making kitchen execution, local demand and the economics of a substantial restaurant important considerations for prospective operators.
- 9Buffalo Wild WingsBuffalo Wild Wings combines American casual dining with a sports-bar format built around chicken wings, beer and televised events. Part of Inspire Brands, it operates through company-owned and franchised restaurants, alongside a smaller-format takeaway concept called Buffalo Wild Wings GO.
- 10The Cheesecake FactoryThe Cheesecake Factory is a US casual-dining brand known for its extensive menu, large restaurants and cheesecake range. Its domestic estate is company-operated, while international expansion relies on selected licensees rather than a conventional franchise offer for individual owner-operators.
Frequently asked questions
Kann eine Einzelperson ein Chili’s Franchise erwerben?
Chili’s hat Franchiserestaurants. Daraus folgt jedoch nicht, dass die Marke in jedem Markt für einzelne Käufer offensteht. Internationale Möglichkeiten richten sich eher an erfahrene Unternehmen, die Restaurantnetze aufbauen. Interessenten müssen klären, ob Gebiete verfügbar sind, welche betrieblichen Anforderungen gelten und ob die vorgesehene Vereinbarung ein einzelnes Restaurant oder ein umfassenderes Expansionsprogramm betrifft.
Bietet Texas Roadhouse Franchises in den USA an?
Texas Roadhouse hat Franchiserestaurants in den USA, doch die Expansion im Heimatmarkt wurde überwiegend vom Unternehmen selbst getragen. Bestehende Franchisestandorte sind nicht als allgemeine Einladung an neue US-Bewerber zu verstehen. Internationales Franchising ist ein eigener Zugangsweg, bei dem Verfügbarkeit und Anforderungen an Partner vom jeweiligen Markt abhängen.
Welche Eröffnung kostet weniger: Chili’s oder Texas Roadhouse?
Eine verlässliche pauschale Antwort gibt es nicht. Aktuelle internationale Entwicklungspakete werden nicht allgemein in direkt vergleichbarer Form veröffentlicht. Immobilien, Restaurantgröße, Bau, Ausstattung und lokale Liefervereinbarungen können stärker ins Gewicht fallen als Unterschiede bei den Einstiegsgebühren. Ein aussagekräftiger Vergleich benötigt Angebote für denselben Markt und eine einheitliche Definition der gesamten Eröffnungsausgaben.
Lässt sich eines der beiden Franchises im Vereinigten Königreich eröffnen?
Eine internationale Präsenz belegt nicht, dass Franchiserechte für das Vereinigte Königreich verfügbar sind. Ohne Bestätigung des jeweiligen Expansionsteams sollte keine der Marken als unmittelbar zugängliche britische Franchiseoption gelten. Zu klären sind Gebietsrechte, bestehende Vereinbarungen, die Machbarkeit der lokalen Versorgung und der erwartete Umfang der Expansion.
Welches Franchise ist profitabler?
Öffentlich verfügbare Informationen erlauben keine pauschale Aussage darüber, welche Marke für Franchisenehmer profitabler ist. Markenweite Umsätze und Margen unternehmenseigener Restaurants messen etwas anderes als die Rendite eines einzelnen Franchisenehmers. Lokale Raumkosten, Löhne, Wareneinkauf, Lizenzgebühren und betriebliche Effizienz spielen sämtlich eine Rolle. Jeder Vergleich benötigt relevante Marktdaten und eine einheitliche Berücksichtigung der Kosten – nicht nur einen Blick auf den Umsatz.
This guide is general information, not financial or legal advice. Franchise costs and terms change; always review a brand’s current disclosure documents and take independent advice.
