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Starbucks vs. Dunkin’ im Franchise-Vergleich: Welche Option ist besser?

Starbucks und Dunkin’ konkurrieren um Kaffeekunden, bieten aber sehr unterschiedliche Wege in die Selbstständigkeit. Dieser Vergleich beleuchtet Geschäftsmodelle, veröffentlichte Investitionsanforderungen, Unterstützung und die Eignung für verschiedene Betreiber. Im Mittelpunkt steht dabei der Unterschied zwischen Franchising und Lizenzvergabe.

Online Franchise Chronicle editorial · Updated October 2026

Der entscheidende Unterschied: keine gleichwertigen Franchise-Angebote

Wer in den Vereinigten Staaten ein klassisches Kaffee-Franchise sucht, findet bei Dunkin’ den naheliegenderen Einstieg. Die Marke betreibt ein überwiegend franchisebasiertes System mit einem etablierten Bewerbungsverfahren und veröffentlichten Investitionsangaben. Starbucks bietet Einzelbewerbern in den USA kein klassisches Franchise-Programm an; das Filialnetz besteht aus unternehmenseigenen und lizenzierten Standorten.

Dieser Unterschied bestimmt die Antwort auf die Frage: „Starbucks vs. Dunkin’ im Franchise-Vergleich: Welche Option ist besser?“ Dunkin’ eignet sich für Bewerber, die ein Restaurant als Franchisenehmer besitzen und betreiben möchten. Starbucks kann für etablierte Unternehmen mit geeigneten Räumlichkeiten oder den nötigen Kapazitäten zum Betrieb lizenzierter Standorte infrage kommen. Außerhalb der USA unterscheiden sich die Modelle. Die amerikanischen Strukturen beider Marken lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres auf andere Märkte übertragen.

Geschichte und Größe: zwei unterschiedliche Kaffeeunternehmen

Starbucks wurde 1971 in Seattle gegründet und verkaufte zunächst Kaffeebohnen, Tee und Zubehör, bevor das Unternehmen sein Kaffeehausgeschäft entwickelte. Dunkin’ startete 1950 in Quincy, Massachusetts, und baute seine Markenidentität rund um Donuts und Kaffee auf. Die spätere Umbenennung von Dunkin’ Donuts in Dunkin’ spiegelte die stärkere Ausrichtung auf Getränke wider. 2020 wurde Dunkin’ Teil von Inspire Brands.

Starbucks meldete zum Ende seines Geschäftsjahres 2024 weltweit rund 40,200 Standorte, verteilt auf unternehmenseigene und lizenzierte Filialen. Inspire Brands bezifferte das globale Netzwerk von Dunkin’ 2024 auf rund 14,000 Restaurants. Diese Zahlen zeigen die Reichweite der Marken, nicht jedoch die Zahl der für Bewerber verfügbaren Gebiete oder die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung eines neuen Standorts.

Franchising und Lizenzvergabe: Was Betreiber tatsächlich erhalten

Ein Franchisenehmer von Dunkin’ führt sein Unternehmen innerhalb des Markensystems und nach den Vorgaben des Franchisevertrags. Dazu gehören vorgeschriebene Produkte, zugelassene Lieferanten, Betriebsstandards und laufende Gebühren. Möglich sind sowohl klassische Restaurants als auch Standorte in Sonderformaten. Welche Optionen verfügbar sind, hängt jedoch vom Markt, vom Format und vom Bewerber ab.

Zu den Lizenzpartnern von Starbucks zählen häufig Betreiber von Flughäfen, Universitäten, Hotels, Supermärkten und anderen Einrichtungen. Der Lizenznehmer führt den Standort unter der Marke Starbucks und nach deren betrieblichen Vorgaben. Starbucks stellt im Rahmen der vereinbarten Zusammenarbeit Produkte, Gerätespezifikationen, Schulungen und weitere Unterstützung bereit. Eine Lizenz ist also weit mehr als die bloße Erlaubnis, das Logo zu verwenden.

Für Großbritannien ist bei diesem Vergleich besondere Sorgfalt nötig. Starbucks hat dort mit Franchise- und Lizenzpartnern zusammengearbeitet, darunter Unternehmen mit mehreren Standorten. Daraus lässt sich jedoch kein allgemein zugängliches Angebot für einzelne Ladenbetreiber ableiten. Auch die internationale Expansion von Dunkin’ kann über Partner erfolgen, die ganze Gebiete entwickeln, statt über direkte Bewerbungen für einzelne Filialen.

Investitionen: Dunkin’ veröffentlicht Spannen, Starbucks hat keinen Standardpreis

Veröffentlichte Angaben zum US-Franchise von Dunkin’ für 2024 bezifferten die Anfangsinvestition über verschiedene Formate hinweg auf rund US$120,000–US$1.8 Millionen. Diese breite Spanne ist kein typisches Budget für ein Geschäft in einer Einkaufsstraße: Kleine Standorte in Sonderformaten und vollständig ausgebaute Restaurants stellen sehr unterschiedliche Anforderungen. Bewerber benötigen das aktuelle Franchise Disclosure Document, kurz FDD, sowie die Investitionsaufstellung für das geplante Format.

Veröffentlichte US-Angaben für 2024 nannten außerdem eine anfängliche Franchisegebühr von rund US$40,000–US$90,000, je nach Vereinbarung. Die Franchisegebühr ist lediglich ein Bestandteil des Eröffnungsbudgets und kein zusätzlicher Unternehmenskaufpreis; sie darf auch nicht mit der Gesamtinvestition verwechselt werden. Bauarbeiten, Ausstattung, Beschilderung, Kautionen und die Betriebsmittel für die Anlaufphase können erhebliche Summen erfordern.

Starbucks veröffentlicht weder ein einheitliches Investitionspaket für lizenzierte Standorte noch eine standardisierte Franchisegebühr. Die Kosten hängen vom Land, den Räumlichkeiten, den Ausstattungsanforderungen und der geschäftlichen Vereinbarung ab. Online-Angaben zu pauschalen „Starbucks-Franchise-Kosten“ sollten deshalb nicht als offizielles Angebot verstanden werden. Ebenso wenig sind die US-Zahlen von Dunkin’ ein verlässlicher Maßstab für die Einstiegskosten in Großbritannien.

Schulung und Unterstützung: starke Systeme, unterschiedliche Partnerschaften

Dunkin’ unterstützt Franchisenehmer unter anderem bei Schulungen, der Entwicklung von Restaurants, dem laufenden Betrieb, Marketing und Technologie. Das etablierte Sortiment, die Lieferstrukturen und die Bestellsysteme geben Betreibern einen klaren Rahmen. Welche Leistungen genau enthalten sind, welche Kosten damit verbunden sind und wie sich die Zuständigkeiten verteilen, ergibt sich aus den aktuellen Unterlagen. Die Größe der Marke allein erlaubt darüber keine verlässlichen Aussagen.

Starbucks unterstützt lizenzierte Betriebe durch Markenstandards, Produktlieferungen, Schulungen und Vorgaben zur Ladengestaltung. Lizenznehmer müssen das erwartete Kundenerlebnis sicherstellen und zugleich ihre eigenen Beschäftigten sowie die standortspezifischen Anforderungen steuern. Bei beiden Systemen verringert die Unterstützung die Notwendigkeit, ein Konzept von Grund auf neu zu entwickeln. Die Verantwortung für Personalgewinnung, Servicequalität, Kostenkontrolle und die Umsetzung vor Ort bleibt jedoch bestehen.

Kunden, Räumlichkeiten und Anforderungen im Betriebsalltag

Starbucks steht für espressobasierte Getränke, individuelle Anpassungen und eine Kaffeehausatmosphäre, betreibt aber auch Drive-throughs und kompakte Verkaufsstellen. Dunkin’ setzt auf Kaffee, Donuts, Frühstücksprodukte und unkomplizierten Service. Beide Marken konkurrieren um regelmäßige Getränkekäufe. Eine pauschale Einordnung als „Premium“ beziehungsweise „günstig“ wird ihnen nicht in jedem Markt gerecht.

Die Eignung des Standorts ist wichtiger, als solche Etiketten vermuten lassen. Eine auf Pendler ausgerichtete Filiale braucht effiziente Abläufe bei Bestellung, Zubereitung und Abholung. Ein Standort an einer Universität oder in einem Krankenhaus hat andere saisonale Rhythmen und Kundenströme. Sitzplätze, Liefernachfrage, Drive-through-Zufahrt und das Verhältnis von Speisen zu Getränken beeinflussen den Personal- und Ausstattungsbedarf. Eine landesweit bekannte Marke kann schlechte Erreichbarkeit oder ungeeignete Räumlichkeiten nicht automatisch ausgleichen.

Welche Betreiber passen zu welcher Marke?

Dunkin’ ist der naheliegendere Ausgangspunkt für Bewerber, die eine klassische Franchise-Partnerschaft suchen. Das gilt besonders für Personen mit Erfahrung im Restaurantmanagement und den finanziellen Mitteln, um sowohl die Eröffnung als auch die laufenden Verpflichtungen zu stemmen. Auch für erfahrene Betreiber mehrerer Standorte können die Entwicklungsmöglichkeiten interessant sein. Ausreichende finanzielle Mittel allein garantieren jedoch weder eine Zusage noch das Wunschgebiet oder die Genehmigung für ein bestimmtes Format.

Das Lizenzmodell von Starbucks ist eher für Organisationen relevant, die bereits über attraktive Standorte verfügen oder etablierte Kompetenzen im Einzelhandel und Gastgewerbe mitbringen. Ein Supermarktbetreiber oder ein Spezialist für Verkehrsknotenpunkte bietet andere Voraussetzungen als jemand, der erstmals ein Café eröffnen möchte. Für Einzelpersonen, die ein einzelnes Nachbarschaftscafé betreiben wollen, gibt es bei Starbucks im angestrebten Markt möglicherweise schlicht keinen passenden Zugang.

Das Fazit: Entscheidend ist das verfügbare Modell, nicht der bekanntere Name

Für eine klassische Franchise-Selbstständigkeit in den USA ist Dunkin’ in der Regel die klarere Option. Starbucks verfolgt einen anderen Ansatz: Die Marke kann für qualifizierte Standortinhaber und Betriebspartner interessant sein, ist aber keine unmittelbar vergleichbare Alternative, die jedem Bewerber offensteht. In Großbritannien und anderen internationalen Märkten müssen zunächst die lokalen Partnerstrukturen geprüft werden.

Welche Marke profitabler ist, lässt sich anhand öffentlich zugänglicher Eckdaten nicht sagen. Ein aussagekräftiger Vergleich erfordert vergleichbare Standorte, vollständige Eröffnungsbudgets, laufende Gebühren, Modernisierungspflichten und realistische Personalannahmen. Entscheidend ist, ob eine Einstiegsmöglichkeit tatsächlich besteht, ob das Betriebsmodell zum Bewerber passt und ob der konkrete Standort einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb ermöglicht.

Brand profiles in this guide

  1. 1StarbucksStarbucks is one of the world’s largest coffeehouse businesses, but its expansion model differs from conventional franchising. Company-operated stores and licensed partnerships underpin a global network whose scale, operating requirements and market access matter to prospective business partners.
  2. 2Dunkin'Dunkin' has developed from a Massachusetts doughnut shop into a major international coffee and bakery franchise. Its largely franchised network combines frequent, relatively low-value purchases with operational demands centred on convenience, consistent service and strong local execution.
  3. 3Tim HortonsTim Hortons grew from a Canadian doughnut shop into an international coffee and quick-service restaurant chain. Its franchise business combines strong domestic recognition with overseas expansion, while restaurant economics depend on location, operating costs and the arrangements available in each market.
  4. 4Costa CoffeeCosta Coffee grew from a London roastery into an international coffee business owned by The Coca-Cola Company. Its mix of company-operated cafés, franchised stores and self-service machines gives prospective partners several distinct routes into the branded coffee market.
  5. 5Krispy KremeKrispy Kreme combines a distinctive doughnut brand with a production and distribution model that extends well beyond its shops. For prospective franchise partners, the opportunity depends on territory availability, manufacturing capability and the economics of supplying multiple sales channels.
  6. 6Caribou CoffeeCaribou Coffee combines a Minnesota coffeehouse heritage with an expanding franchise business built around cafés and drive-throughs. Its appeal to prospective operators rests on an established brand, several store formats and experience across domestic and international markets.
  7. 7Scooter's CoffeeScooter’s Coffee has built a US franchise network around small-format drive-through coffee shops. Founded in Nebraska, the business combines a compact operating model with an expanding national presence, competing for customers who prioritise convenience, speed and familiar drinks.
  8. 8The Coffee Bean & Tea LeafThe Coffee Bean & Tea Leaf combines Californian origins with a substantial international franchise business. Owned by Jollibee Foods Corporation, the coffee and tea chain offers a useful case study in how a specialist café brand expands through local operating partners.
  9. 9Peet's CoffeePeet’s Coffee helped shape American speciality coffee, building its reputation on darker roasts and a California coffeehouse heritage. For prospective operators, the distinction between its company-run shops, licensed locations and wider packaged-coffee business is central to understanding the opportunity.
  10. 10Caffè NeroCaffè Nero is a British-founded coffeehouse business built around Italian-style espresso and neighbourhood cafés. Its predominantly company-operated estate makes it different from franchise-led rivals, with partnership opportunities dependent on the market rather than a standard offer for individual applicants.

Frequently asked questions

Kann eine Einzelperson ein Starbucks-Franchise erwerben?

In den Vereinigten Staaten bietet Starbucks Einzelbewerbern kein klassisches Franchise-Programm an. Das Unternehmen betreibt eigene Filialen und arbeitet mit Lizenzpartnern zusammen. In anderen Märkten gibt es abweichende Modelle, darunter auch Franchisebetriebe. Der Zugang hängt jedoch von der lokalen Strategie und den Anforderungen an Partner ab. Geeignete Räumlichkeiten allein garantieren keine Zusage.

Ist die Eröffnung eines Dunkin’-Standorts günstiger als die eines Starbucks?

Ein verlässlicher pauschaler Vergleich ist nicht möglich. Dunkin’ veröffentlicht Investitionsspannen für US-Franchises, während Starbucks keine standardisierten Eröffnungskosten für lizenzierte Standorte offenlegt. Eine kompakte Verkaufsstelle innerhalb eines anderen Betriebs und ein freistehender Drive-through benötigen sehr unterschiedliche Budgets. Aussagekräftig lassen sich Kosten nur anhand vergleichbarer Formate, Standorte und aktueller Vertragsbedingungen gegenüberstellen.

Gewährt eine Starbucks-Lizenz dem Betreiber vollständige Unabhängigkeit?

Nein. Ein lizenzierter Starbucks-Standort muss gemäß seiner Vereinbarung die Markenvorgaben für Produkte, Zubereitung, Präsentation und Service einhalten. Der Betreiber führt sein Geschäft innerhalb dieses Rahmens, statt ein unabhängiges Café zu gestalten. Wie die Zuständigkeiten für Personal, Räumlichkeiten, Ausstattung und weitere Aufgaben verteilt sind, hängt von der jeweiligen Lizenzvereinbarung ab.

Können Bewerber in Großbritannien die amerikanischen Investitionsangaben von Dunkin’ verwenden?

Die US-Zahlen liefern Hintergrundinformationen, aber kein Eröffnungsbudget für Großbritannien. Immobilien- und Baukosten, Lieferstrukturen, Sortimentsvorgaben und lokale geschäftliche Vereinbarungen können erheblich abweichen. Bewerber in Großbritannien müssen außerdem klären, ob Einstiegsmöglichkeiten direkt oder über einen bestehenden Entwicklungspartner angeboten werden und ob das gewünschte Gebiet und Format verfügbar sind.

Welche Marke bietet Franchisenehmern höhere Gewinne?

Aus öffentlich zugänglichen Informationen lässt sich unter vergleichbaren Bedingungen kein Gewinner bei der Profitabilität bestimmen. Die Konzernergebnisse von Starbucks sind kein Maßstab für die Erträge einzelner Lizenznehmer, und die Umsatzzahlen von Dunkin’ entsprechen nicht dem Gewinn der Franchisenehmer. Miete, Personal, Wareneinsatz, laufende Gebühren, Finanzierungskosten und die lokalen Marktbedingungen beeinflussen das Ergebnis jedes einzelnen Standorts.

This guide is general information, not financial or legal advice. Franchise costs and terms change; always review a brand’s current disclosure documents and take independent advice.

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